ÜBER DIE AUSSTELLUNG

Dirk Vander Kooij Studio
Dirk Vander Kooij Studio

Die Ausstellung bietet Einblicke in die Welt des 3D-Drucks – einer revolutionären Fertigungstechnologie mit großem Potenzial. Eine zentrale Frage der Ausstellung lautet: Wie wird in den kommenden Jahrzehnten das Leben von Menschen, unsere Gesellschaft und die Umwelt durch den 3D Druck verändert? Gezeigt werden 3D-gedruckte Kunstwerke sowie Anwendungsbeispiele aus den Bereichen Design, Technik und Wissenschaft. Renommierte Künstler, Designer und namhafte Forschungseinrichtungen stellen Exponate für die Ausstellung zu Verfügung. Ebenso sind Werke einfallsreicher Tüftler zu bestaunen.

MAKING A DIFFERENCE – A DIFFERENCE IN MAKING präsentiert die ganze Faszination des 3D-Drucks, ergründet aber auch die tief greifenden Konsequenzen dieser Technologie. Die Besucher lernen ein Fertigungsverfahren kennen, das völlig neue Wege aufzeigt. Sie erfahren, auf welche Weise es Menschen helfen, soziale Veränderungen ermöglichen und die Umwelt positiv beeinflussen kann. Oder, um beim Motto der Ausstellung zu bleiben: welchen Unterschied der 3D-Druck machen kann.

Die Ausstellung wurde erstmals anlässlich des 25. Firmenjubiläums von Materialise im Bozar, dem Palast der Schönen Künste in Brüssel, gezeigt. Materialise N.V.  ist ein belgisches Unternehmen, das auf dem Gebiet der Technik, Entwicklung und Anwendung des 3D-Drucks zu den Vorreitern gehört. Von Beginn an war es die Absicht der Kuratorin Frau Marta Malé-Alemany, die Sammlung als Wanderausstellung zugänglich zu machen. Im September 2016 macht die Ausstellung im Red Dot Design Museum in Essen Station. Als zweites Museum zeigt das Red Dot Design Museum die Ausstellung und eröffnet Besuchern einen Zugang zu dieser neuen Technologie sowie spannende Einblicke.

Hergestellt von

 

Kuratorin: Marta Malé-Alemany
Grafikdesign und Präsentation: PinkeyeProjektmanagement: Joris Debo
Kommunikation und Projektkoordination: Pascale Notté

Texte: Elizabeth Boorman, Stéphanie Benoit
App-Entwicklung: Materialise Malaysia

Logistik: Celina Rajamanickam
3D-Druck-Management: Bert De Niel

Die Projekte in Kürze

Picture Credits - Stéphane Briolant Paris

FRACTAL.MGX

WertelOberfell & Matthias Bär

Der Tisch FRACTAL.MGX ist zu einem Möbelstück mit Symbolcharakter geworden, denn es lotet das Potenzial des 3D-Drucks in seinem essentiellen Design aus. Der Tisch besteht aus mehreren baumartigen Füßen, die sich – dem fraktalen Wachstumsmuster von Bäumen folgend – zur Tischplatte hin wiederholt teilen. Das Gesamtdesign erreicht eine formelle Komplexität, die mit einer anderen Methode als dem 3D-Druck nicht nachzubilden wäre.

One_Shot.MGX

ONE_SHOT.MGX

Patrick Jouin

ONE_SHOT.MGX war eine der ersten Anwendungen des 3D-Drucks in der Möbelkonstruktion. Ihr bahnbrechendes Konzept hat noch heute Gültigkeit, denn es zeigt, wie der 3D-Druck zur Herstellung ganzer Baugruppen in einem Stück verwendet werden kann – eine spezielle Eigenschaft dieser Technologie. Der Stuhl wird komplett mit allen Gelenken gedruckt und kann sofort nach der Herstellung mit dem Drucker in seine endgültige Form ausgeklappt werden.

escapism_dress

KLEID ESCAPISM

Iris van Herpen in Zusammenarbeit
mit Daniel Widrig

Iris Van Herpen ist bekannt für ihre Kreationen und dafür, den 3D-Druck in der Welt der Haute Couture salonfähig gemacht zu haben. Beim Kleid ESCAPISM, das sie zusammen mit Daniel Widrig und Materialise entworfen hat, experimentiert sie mit äußerst komplexen Geometrien, die den weiblichen Körper umspielen und ein überschwängliches und einzigartiges Bekleidungsstück ergeben, das weltweit auf Anerkennung gestoßen ist.

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TI-JOIN CHAIR

Peter Donders

Der Hybridstuhl TI-JOIN setzt sich aus 3D-gedruckten Verbindungselementen aus Metall und Kohlenstofffaserrohren zusammen. Den Prinzipien der Leichtbauweise folgend sorgen die Verbindungselemente für Steifigkeit und strukturelle Stabilität bei minimalem Werkstoffeinsatz. Der 3D-Druck wird somit dort eingesetzt, wo er von größtem Nutzen ist, trägt zur Senkung der Herstellungskosten bei und kommt indirekt der Umwelt zugute.

fix3d_bike_frame

FAHRRADRAHMEN FIX3D

James Novak

Der Fahrradrahmen FIX3D ist ein einmaliges, individuell gefertigtes Sportgeräteteil, das durch sein minimalistisches Design und den erstaunlich sparsamen Materialeinsatz besticht. Seine Konstruktion besteht aus Gitterstrukturen, die den Rahmen leichter und stabiler als herkömmliche Fahrradrahmen machen. Die Fertigung erfolgte per 3D-Druck in einem Stück. Das Fahrrad ist ein gutes Beispiel für die wichtige Rolle, die der 3D-Druck bei Energie- und Ressourceneinsparung für die Zukunft der Mobilität spielen kann.

anaplastology_model

ANAPLASTOLOGIEMODELL

ANAPLASTOLOGE JAN DE CUBBER

In Verbindung mit Fortschritten bei der medizinischen Bildgebung ermöglichen spezielle Software und 3D-Drucker die Herstellung individueller medizinischer Produkte, welche die Lebensqualität von Patienten verbessern können. Der hier vorgestellte Anaplastologiefall zeigt einen Gesichtskrebspatienten, für den eine Stützstruktur aus Titan und eine Epithese aus Silikon jeweils per 3D-Druck hergestellt wurden.

skull

SCHÄDEL

OBL, ein Unternehmen von Materialise

Mit dem Aufkommen von 3D-Scangeräten und dem 3D-Druck sind patientenspezifische medizinische Implantate zu einer Realität geworden, die das Leben vieler Menschen verändern wird. Heute können die anatomischen Daten eines Patienten dazu genutzt werden, ein 3D-Modell seines Körpers zu erstellen, ein individuelles Implantat zu konstruieren und es in Titan auszudrucken. Dieses Schädelimplantat passt nicht nur perfekt, sondern verfügt über eine poröse, komplexe dreidimensionale Mikrostruktur, die das Einwachsen des natürlichen Knochens fördert.

Volume.MGX

VOLUME.MGX

Dror Benshetrit

Die Lampe VOLUME.MGX zeigt, wie ein 3D-gedrucktes Produkt unter der Vorgabe, die Material- und Energiekosten zu senken, entwickelt und hergestellt werden kann. Die Lampe besteht aus einer Reihe gelenkartig verbundener Teile, die zusammengefaltet und mit einer minimalen Menge Nylon-Pulver gedruckt werden. Dadurch werden der Material- und Bearbeitungsaufwand verringert. Nach dem Druck wird die Lampe auf das ganze Volumen aufgefaltet.

helix_tripod

HELIX TRIPOD

Factum Arte-Umsetzung
eines Entwurfs von Giambattista Piranesi

Das Dreibein HELIX TRIPOD ist ein Objekt, das nie existiert hatte. Es lebte nur in der Vorstellung Piranesis und wurde 2010 erstmalig auf der Grundlage alter Zeichnungen Piranesis am Computer modelliert. Anhand der virtuellen Daten des Dreibeins und der Anwendung des 3D-Drucks konnte das kulturelle Erbe Piranesis erhalten und erweitert werden. Jahrhunderte nach seinem Tod hat das von ihm erdachte Kunstwerk endlich reale Form angenommen.

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DER 098XYZ-SCHUH

Earl Stewart

Der 098XYZ-Schuh ist ein Beispiel der Hybridisierung zwischen 3D-Drucktechnik und traditioneller Schuhfertigung. Er zeigt, wie sich das modernste Fertigungsverfahren in die etablierte Handwerkskunst integrieren lässt (und zu ihrer Wiederbelebung beiträgt).

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HÖRGERÄTE

Phonak

Hörgeräte sind eines der besten Beispiele, wie sich der 3D-Druck durch die kundenindividuelle Massenfertigung medizinischer Lösungen positiv auf das Leben der Menschen auswirkt. Heute werden über 90 % der weltweit gefertigten Geräte anhand von 3D-Druck an die Form des Ohrs angepasst und zu einem wettbewerbsfähigen Preis hergestellt.

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SCREW IT DOG

David Graas

SCREW IT ist eine Sammlung kleiner 3D-gedruckter Objekte, die speziell dazu konzipiert wurden, Industrieprodukte auf kreative Weise zusammenzufügen und sie dadurch einer neuen Verwendung zuzuführen. SCREW IT zeigt, wie der 3D-Druck als Mittel zur Umfunktionierung von Alltagsgegenständen genutzt werden kann, um diese wiederzuverwenden.

Ausstellungsorte

Red Dot Design Museum

Red Dot Design Museum

Essen, DEUTSCHLAND

27.09.2016 – 30.10.2016

Weitere Informationen
Bozar Palast Der Schönen Künste

Bozar Palast Der Schönen Künste

Brüssel, Belgien

24.04.2015 – 23.06.2015

Weitere Informationen

Praktische Informationen

EINTRITTSPREIS:
€9

ÖFFNUNGSZEITEN:

27.09.2016 — 30.10.2016
Täglich: 11 Uhr bis 18 Uhr
Letzter Einlass: 17 Uhr
Montags: geschlossen

AUSSTELLUNGSORT:

Red Dot Design Museum Essen
Gelsenkirchener Straße 181
45309 Essen
Deutschland
www.red-dot-design-museum.de

 

ANFAHRT

GPS: N 51.447328 E 7.011423

Straßenbahn: Linie 107 bis zur Haltestelle „Zollverein“.

Autobahn A42:
Ausfahrt „Gelsenkirchen Hessler/Essen-Katernberg“ (Richtung Essen-Katernberg)

Autobahn A40/A52: 
Aus Richtung Duisburg/Düsseldorf kommend: Ausfahrt „Essen-Frillendorf Süd“ (Richtung E-Stoppenberg)
Aus Richtung Bochum/Dortmund kommend: Ausfahrt „Essen-Kray“ (Richtung Gelsenkirchen-Rotthausen)

Folgen Sie der Ausschilderung „Zollverein“. Der Parkplatz A2 kann kostenlos genutzt werden.

 

KONTAKT

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

E-Mail: info@a-difference-in-making.com

PRESSE

E-Mail: press@materialise.com

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